Schönste Strände Portugal: Geheimtipps & Planung
Die schönsten Strände Portugals findest du nicht an einem einzigen Küstenstreifen, sondern verteilt über drei ganz unterschiedliche Regionen: die Felsbuchten der Algarve im Süden, die wilde Atlantikwestküste mit der Costa Vicentina und die unterschätzte Küste des Nordens. Genau diese Vielfalt macht einen Portugal Strandurlaub so reizvoll und gleichzeitig die Planung so unübersichtlich.
Dieser Guide ordnet die portugiesische Küste für dich ein: Wo lohnt sich welcher Strandtyp, was bedeuten die aktuellen Qualitätsauszeichnungen 2026, welche Regeln und Kurtaxen solltest du kennen, bevor du buchst. Du bekommst konkrete Strandempfehlungen mit ehrlichen Einschränkungen, einen realistischen Planungsrahmen und die typischen Fehler, die du vermeiden kannst. Keine Bucket-List-Panik, sondern klare Entscheidungshilfen für deine Reise.
Zusammenfassung: Schönste Strände Portugal
- Drei Strandregionen: Algarve für Felsbuchten und warmes Wasser, Westküste für Surf und Weite, Norden für ruhige, raue Küste.
- Qualität 2026: 396 Strände tragen die Blaue Flagge, 434 Strände das Siegel Gold-Qualität für exzellente Wasserqualität (The Portugal News, Mai 2026).
- Beste Reisezeit: Mai, Juni und September, warm, weniger voll, stabiles Wetter.
- Regeln beachten: Laute Musik am Strand kann 200 bis 4.000 EUR Bußgeld kosten, Kurtaxe an der Algarve etwa 2 EUR pro Nacht in der Hochsaison.
- Für Familien: geschützte Buchten der Ostalgarve statt Brandung an der Westküste.
Schönste Strände in Portugal: die Kurzübersicht
Portugal hat über 800 Kilometer Festlandküste, dazu kommen Madeira und die Azoren. Die schönsten Strände Portugals lassen sich grob drei Charakteren zuordnen, und diese Einordnung hilft dir mehr als jede Top-10-Liste.
Die Algarve im Süden ist der Klassiker: ockerfarbene Kalksteinfelsen, versteckte Buchten, vergleichsweise warmes und ruhiges Wasser. Hier liegen die Postkartenmotive wie die Praia do Camilo oder die Praia da Marinha. Die Westküste von der Costa Vicentina bis nach Cascais ist Atlantik pur: breite Sandstrände, Dünen, Wind und Wellen, ideal für Surfer und alle, die Weite suchen. Der Norden um Viana do Castelo und Caminha bleibt von vielen internationalen Gästen links liegen, bietet aber lange, naturbelassene Strände mit spürbar weniger Trubel.
| Region | Strandcharakter | Wasser | Ruhigste Zeit | Für wen |
|---|---|---|---|---|
| Algarve (Süden) | Felsbuchten, Grotten | relativ warm, ruhig | Mai, Juni, September | Familien, Schnorchler, Fotografen |
| Westküste / Costa Vicentina | breite Sandstrände, Dünen | kühl, wellig | Frühherbst | Surfer, Ruhesuchende |
| Norden / Zentrum | lang, naturbelassen, rau | kühl, frisch | Juni bis September | Individualreisende, Naturliebhaber |
| Lissabon-Umgebung | Stadtstrände, gut erreichbar | kühl, wechselhaft | Frühjahr, Herbst | Städtereisende mit Strandtag |
Entscheidend ist die Frage, was du von einem Strandtag erwartest. Baden in ruhigem Wasser, Wellenreiten oder einfach Landschaft genießen: Portugals Küste kann alles, aber selten am selben Fleck.
Praia: was der Begriff über den Strand verrät
Auf jeder portugiesischen Karte und jedem Hinweisschild begegnet dir das Wort Praia. Es heißt schlicht Strand und steht vor dem Eigennamen, zum Beispiel Praia do Camilo oder Praia da Marinha. Nützlich sind die Zusätze: Praia fluvial ist ein Flussstrand im Landesinneren, Praia urbana ein Stadtstrand mit Infrastruktur, und Praia selvagem bezeichnet einen wilden, unbewachten Strand ohne Rettungsschwimmer. Gerade Letzteres ist wichtig, wenn du mit Kindern unterwegs bist oder keine Erfahrung mit Atlantikbrandung hast.
Portugals Küste im Überblick: Algarve, Westküste, Norden
Die portugiesische Küste verläuft komplett nach Westen und Süden, Richtung Atlantik. Das erklärt zwei Dinge, die viele bei der Planung unterschätzen: Das Wasser ist selbst im Hochsommer kühler als am Mittelmeer, und Wind gehört an fast jedem Strandtag dazu. Die Algarve ist durch ihre Südlage und geschützte Buchten die mildeste Zone. An der Westküste bringt der Nordwind, der Nortada, vor allem im Sommer frische Luft und gute Wellen. Im Norden trifft die raue Atlantikküste auf eine grüne, fast schon galizisch anmutende Landschaft, in der Berge und Meer nah beieinanderliegen.
Diese geografische Einordnung ersetzt keine Detailrecherche, hilft dir aber, die richtige Region für deinen Urlaubsstil zu wählen, bevor du dich in einzelne Strände vertiefst.
Laut The Portugal News wurden 2026 insgesamt 438 Strände, Jachthäfen und Ökotourismus-Boote in Portugal mit der Blauen Flagge ausgezeichnet, davon 396 Strände.
Portugal schönste Strände Karte: Regionen richtig einordnen
Eine Portugal-schönste-Strände-Karte ist bei der Planung Gold wert, weil die Entfernungen täuschen. Von Faro an der Algarve bis nach Caminha an der spanischen Grenze sind es gut 700 Straßenkilometer. Praktisch heißt das: Kombiniere pro Reise maximal zwei Regionen, statt das ganze Land abfahren zu wollen. Als Faustregel gilt, Algarve und Costa Vicentina passen gut zusammen, Lissabon-Umgebung und Zentrum ebenso, und der Norden lohnt eine eigene Reise ab Porto. Markiere dir auf der Karte neben den Stränden auch die nächsten Orte mit Unterkünften, denn gerade an der Westküste liegen viele Highlights fernab größerer Ortschaften.
Blaue Flagge und Gold-Qualität 2026: was die Auszeichnungen aussagen
Zwei Siegel helfen dir, die Strandqualität vor Ort einzuschätzen. Die Blaue Flagge ist eine internationale Auszeichnung für Wasserqualität, Sicherheit, Umweltmanagement und Infrastruktur. 2026 tragen 396 portugiesische Strände diese Flagge, wie The Portugal News im Mai 2026 meldete. Die Gold-Qualität (Qualidade de Ouro) vergibt die Umweltorganisation Quercus an Strände mit über Jahre konstant exzellenter Badewasserqualität: 2026 erhielten 434 Strände dieses Prädikat, ebenfalls laut The Portugal News. Für dich heißt das: Steht an deinem Wunschstrand die blaue Fahne, stimmen Wasser, Sauberkeit und meist auch die Rettungsschwimmer-Abdeckung.
Algarve: schönste Strände Portugals zwischen Felsen und Meer
Die Algarve versammelt die bekanntesten Motive unter den schönsten Stränden Portugals: goldene Kalksteinklippen, von der Brandung geformte Grotten und Bögen, dazu das wärmste Badewasser des portugiesischen Festlands. Die Westalgarve um Lagos ist dramatischer und felsiger, die Ostalgarve um Tavira flacher, mit Sandbänken und den Inseln der Ria Formosa. Für Familien ist der Osten oft die entspanntere Wahl, für Fotografen und Schnorchler der Westen.
Die Kehrseite: Im Juli und August sind die bekannten Buchten früh voll, Parkplätze kostenpflichtig und Liegeplätze knapp. Wer die schönsten Strände der Algarve in Ruhe erleben will, kommt in der Nebensaison oder startet früh am Morgen.
Praia do Camilo und die Klippen von Lagos
Die Praia do Camilo bei Lagos gehört zu den meistfotografierten Stränden des Landes, aus gutem Grund. Eine lange Holztreppe führt zwischen ockerfarbenen Felsformationen hinab zu einer kleinen, geschützten Bucht mit klarem Wasser. Der Strand ist bei Flut sehr schmal, der Besuch lohnt sich daher am besten bei Ebbe und in den frühen Morgenstunden, bevor die Ausflugsboote die Bucht ansteuern.
Vom Parkplatz aus erreichst du zu Fuß auch den Aussichtspunkt an der Ponta da Piedade, dessen Felsentore und Leuchtturm-Plateau zu den eindrücklichsten Küstenabschnitten Portugals zählen. Plane für Camilo plus Klippenwanderung einen halben Tag ein. In der Mittagshitze ist die Treppe zurück nach oben anstrengend, und Schatten gibt es in der Bucht kaum.
Aus Lucies Notizbuch
Ich war an einem Juli-Nachmittag am Camilo und habe mich geärgert: kein Platz, kein Schatten, Treppe voll. Zwei Tage später um acht Uhr morgens war dieselbe Bucht fast leer und das Wasser glatt wie Glas. Seitdem plane ich Felsbuchten an der Algarve grundsätzlich vor neun Uhr, danach gilt nur noch: Aussichtspunkt oben statt Handtuch unten.
Portugal Algarve schönste Strände abseits der Hotelzonen
Die wirklichen Geheimtipps der Algarve liegen zwischen den Hotelzonen, nicht dahinter. Die Praia da Falésia ostwärts von Albufeira zieht sich kilometerlang unter rotweißen Klippen entlang, und schon wenige hundert Meter vom Haupteinstieg entfernt wird es merklich ruhiger. Die Praia da Marinha gilt als einer der schönsten Felsstrände Europas und ist der Startpunkt des Klippenwanderwegs Percurso dos Sete Vales Suspensos Richtung Benagil, ein Weg, der dir die berühmte Benagil-Höhle von oben zeigt, ganz ohne Bootstour.
In der Ostalgarve lohnen die Fährinseln vor Tavira: Ilha de Tavira und Ilha da Culatra bieten endlose Sandflächen, die auch im August Platz lassen, weil die Anreise mit der kleinen Fähre viele abschreckt. Und wer eine völlig andere Algarve sucht, fährt nach Osten bis zur Mündung des Guadiana, wo Fluss und Meer zusammentreffen und kaum jemand hinfährt. Übrigens: Wenn deine Route über die Hauptstadt führt, findest du in unserem Guide zum Lissabon Strand die besten Küstenabschnitte in Stadtnähe.
Costa Vicentina: die wilde Westküste für Surfer und Ruhesucher
Die Costa Vicentina, der Küstenabschnitt zwischen Sines und der Algarve, ist das Gegenstück zur Algarve: ein Naturpark mit schwarzen Schieferfelsen, breiten Sandstränden und konstantem Atlantikwind. Es gibt hier keine Hotelburgen, keine Liegenvermietung, dafür Störche auf den Klippen und einige der besten Surfspots Europas. Die Strände von Arrifana und Amado bei Aljezur sind Anfänger-freundliche Surfspots mit Schulen direkt am Sand, während die Praia da Bordeira bei Carrapateira mit ihrer Dünenlandschaft und der Flussmündung zu den landschaftlich spektakulärsten Stränden des Landes zählt.
Ehrlichkeit gehört dazu: Das Wasser ist hier auch im August frisch, meist zwischen 17 und 20 Grad, und die Strömungen sind ernst zu nehmen. Zum Planschen mit Kleinkindern ist die Costa Vicentina nicht die erste Wahl. Für alle, die Raue, Weite und Wellen suchen, gehört sie zu den schönsten Stränden Portugals überhaupt.
Schönste Strände Portugal Westküste: von Odeceixe bis Guincho
Wer die schönsten Strände der portugiesischen Westküste auf einer Karte verbindet, bekommt eine klare Route: Beginne an der Praia de Odeceixe, wo der Fluss Seixe in den Atlantik mündet und eine geschützte Lagune bildet, die auch Familien gefällt. Weiter nördlich folgen Almograve und Zambujeira do Mar mit schroffen, aber erreichbaren Buchten. Um Lissabon herum liegen der Praia do Guincho bei Cascais, windig und bei Surfern beliebt, sowie die Praia da Ursa unterhalb des Cabo da Roca, einer der dramatischsten, aber auch am mühsamsten erreichbaren Strände des Landes, der Abstieg ist steil und ungesichert.
An unbewachten Westküsten-Stränden (Praia selvagem) gibt es keine Rettungsschwimmer. Brandungsrückströmungen können selbst geübte Schwimmer gefährden. Bleib in Ufernähe, beachte die Flaggensignale und schwimm niemals allein an wilden Stränden.
Schönste Strände Nordportugal und Zentrum: unterschätzte Küste
Nordportugal taucht in kaum einer internationalen Strandliste auf, dabei ist die Küste zwischen Porto und der spanischen Grenze eine der authentischsten des Landes. Die Strände sind breit, die Dünen intakt, und selbst im August verteilen sich die Besucher. Das Wasser ist das kühlste des Landes, der Wind oft kräftig, genau deshalb bleibt es hier ruhig.
Praia de Moledo, Caminha
Langer Sandstrand mit Blick auf die Festung von Ínsua vor der Mündung des Minho. Beliebt bei Windsurfern, am Wochenende familiär, unter der Woche oft fast leer.
Vila Praia de Âncora
Flach abfallender Strand am Flussdelta der Âncora, einer der familienfreundlichsten Strände des Nordens, mit Promenade und kleinem Ortskern dahinter.
Praia de São Julião und Zentrum
Südlich von Ericeira liegt São Julião am Flussufer unter Klippen. Die Region um Ericeira ist zudem Welt-Surf-Reservat und verbindet Strand mit Surfkultur.
Der Vorteil des Nordens: Du kombinierst Strand mit einer Region, in der Berge und Meer eng beieinanderliegen. Vom Nationalpark Peneda-Gerês bis zur Küste bei Viana do Castelo sind es oft weniger als zwei Autostunden, ideal für Reisende, die Wanderung und Badetag mischen wollen. Weitere Ideen für deine Route durch Südeuropa findest du in unserem Europa-Reisehub.
Portugal Strandurlaub planen: Reisezeit, Anreise, Kostenrahmen
Ein Portugal Strandurlaub lässt sich in wenigen Schritten sauber planen, wenn du Reihenfolge und Rhythmus beachtest. Die beste Reisezeit für reine Strandreisen sind Mai, Juni und September: Lufttemperaturen meist zwischen 22 und 28 Grad, deutlich weniger Besucher als in den Sommerferien und an der Algarve bereits angenehmes Wasser. Juli und August sind Hochsaison, mit entsprechenden Preisen und vollen Stränden.
Region nach Strandtyp wählen
Felsbuchten und Familienbaden: Algarve. Surf und Weite: Westküste. Ruhe und Raue: Norden. Maximal zwei Regionen pro Reise kombinieren.
Reisezeit festlegen
Mai, Juni oder September für das beste Verhältnis aus Wetter, Preisen und Besucherzahlen. Schulferien meiden, wenn möglich.
Basis und Unterkunft buchen
Ein Standort als Basis wählen und Strände im Umkreis von etwa einer Stunde erkunden, statt täglich umzuziehen. An der Westküste früh buchen, das Angebot ist klein.
Mobilität klären
Für Algarve und Costa Vicentina ist ein Mietwagen fast Pflicht, die besten Buchten liegen abseits der Orte. Entlang der Bahnlinie Lissabon–Cascais geht es auch ohne Auto.
Gepäck und Regeln prüfen
Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor, Windjacke und Wasserschuhe einpacken. Kurtaxe und Strandregeln der Zielgemeinde vor Abreise checken.
Was die Kosten treibt, ist weniger das Land als die Saison und die Lage: Portugal ist für einen Strandurlaub im westeuropäischen Vergleich eher moderat bis mittelpreisig, die Algarve im August aber spürbar teurer als der Rest des Landes. Unterkünfte direkt am Meer kosten ein Vielfaches von solchen eine Ortschaft weiter landeinwärts, und in der Hochsaison kommen Kurtaxe und Parkgebühren an vielen Stränden hinzu. Wer flexibel ist, spart am meisten über den Reisezeitraum: Derselbe Ort ist im September oft deutlich günstiger als im August. Für das Gepäck hilft unsere Packliste für den Strandurlaub, inklusive der Dinge, die man am Atlantik leicht vergisst.
Realistischer Tagesrhythmus: Stoßzeiten, Wind und Pausen
Ein guter Strandtag in Portugal folgt dem Wind, nicht dem Wecker. An der Algarve startest du am besten vor neun Uhr: leere Buchten, ruhiges Wasser, freie Parkplätze. Gegen Mittag, wenn die Stoßzeit beginnt, weichst du aufs Mittagessen im Ort und eine Pause im Schatten aus, die Mittagssonne ist ab Juni intensiv. An der Westküste dreht der Nortada-Wind typischerweise am frühen Nachmittag auf: Surfer freuen sich, Badende ziehen dann besser in eine geschützte Bucht oder ans Ende des Tages. Der frühe Abend gehört ohnehin zu den schönsten Strandstunden, das Licht wird weich, die Tagesgäste fahren heim, und an der Westküste versinkt die Sonne direkt im Meer.
Regeln, Kurtaxe und Bußgelder am portugiesischen Strand
Gerade die Regeln werden in den meisten Reiseführern komplett ausgespart, dabei können Verstöße teuer werden. Die wichtigsten Punkte im Überblick:
- Laute Musik: Das Abspielen lauter Musik über Lautsprecher ist an portugiesischen Stränden untersagt. Laut Algarve Guide drohen Einzelpersonen Geldstrafen von 200 bis 4.000 EUR. Kopfhörer sind die einfache Lösung.
- Kurtaxe: Mehrere Algarve-Gemeinden erheben eine Touristensteuer. Laut Algarve.nu zahlst du in Orten wie Albufeira und Lagoa in der Hochsaison 2026 rund 2 EUR pro Person und Nacht, häufig auf eine maximale Nachtzahl begrenzt.
- Zelten und Grillen: Wildes Campen am Strand ist landesweit verboten und wird kontrolliert. Grillen ist nur an ausgewiesenen Stellen erlaubt.
- Hunde: Außerhalb ausgewiesener Hundestrände sind Hunde in der Badesaison an den meisten Stränden nicht erlaubt.
- Natur schützen: In Naturparks wie der Costa Vicentina ist das Verlassen der Wege und das Mitnehmen von Sand, Steinen oder Muscheln untersagt.
Die häufigste Bußgeld-Falle ist die Musikbox am Strand. Bis zu 4.000 EUR sind möglich, auch wenn in der Praxis meist die unteren Stufen verhängt werden. Lass den Lautsprecher in der Unterkunft, deine Playlist läuft über Kopfhörer genauso gut.
Die Flaggen am Strand gehören ebenfalls zu den Regeln, die du ernst nehmen solltest: Grün heißt baden erlaubt, Gelb heißt nur planschen, Rot heißt Badeverbot, und die schachbrettartige Flagge markiert einen Abschnitt für Wassersport. Aktuelle Sicherheitshinweise für Portugal findest du außerdem beim Auswärtigen Amt.
Typische Fehler bei der Strandplanung in Portugal
Drei Fehlentscheidungen begegnen bei der Portugal-Planung immer wieder, alle lassen sich leicht vermeiden.
Fehler 1: Mittelmeer-Erwartungen ans Wasser. Viele rechnen mit 25 Grad Wassertemperatur und sind schockiert, dass der Atlantik auch im August an der Westküste oft unter 20 Grad bleibt. Die Korrektur: Für warmes Badewasser die Algarve wählen, an der Westküste einen Neoprenanzug einplanen oder kühlere Bäder bewusst als Erfrischung einordnen.
Fehler 2: Zu viele Regionen in zu wenig Zeit. Algarve, Lissabon und Norden in einer Woche bedeutet mehr Autobahn als Strand. Die Korrektur: Maximal zwei Regionen, ein Basisstandort, Strände im Umkreis erkunden. Die portugiesische Küste erschließt sich in der Tiefe besser als in der Breite.
Fehler 3: Die Mittagszeit unterschätzen. Wer um zwölf Uhr zur berühmtesten Bucht fährt, findet keinen Parkplatz, keinen Schatten und keinen Platz am Sand. Die Korrektur: Highlights früh morgens oder am späten Nachmittag besuchen, die Mittagsstunden für Essen, Orte und Ruhe nutzen.
So klappt der Strandtag
- Start vor 9 Uhr an bekannten Buchten wie Camilo oder Marinha
- Mittagspause im Ort statt voller Sonne am Sand
- Nebensaison wählen: Mai, Juni, September
- Blaue Flagge als Qualitäts- und Sicherheitsanker nutzen
So wird es stressig
- Mittags zur Stoßzeit an die Postkartenstrände fahren
- Drei Regionen in einer Woche abhaken wollen
- Westküsten-Brandung mit Kleinkindern unterschätzen
- Musikbox und Zelt ans Meer schleppen: Bußgeldrisiko
Was du weglassen kannst
Ehrliche Strandplanung heißt auch streichen. Diese Punkte darfst du getrost von deiner Liste nehmen:
- Die Benagil-Höhle per Boot im August: Die Warteschlangen sind lang, die Höhle voller Kajaks. Der Klippenweg ab der Praia da Marinha zeigt dir das Loch im Höhlendach von oben, ohne Gedränge und ohne Ticket.
- Cabo da Roca als Tageshighlight: Der westlichste Punkt Europas ist ein Aussichtspunkt mit Souvenirshop. Die nahe Praia da Ursa ist landschaftlich das eigentliche Erlebnis.
- Täglicher Strandwechsel: Fünf Strände in fünf Tagen klingt aktiv, fühlt sich aber wie Pendelei an. Zwei oder drei Strände pro Region, dafür richtig, sind die bessere Rechnung.
- Beachclubs und Liegenpakete: An vielen Stränden mit Blauer Flagge reichen eigenes Handtuch und Schirm, die Gastronomie am Strand deckt den Rest.
Aus Lucies Notizbuch
Mein größter Planungsfehler war ein Portugal-Trip mit drei Regionen in acht Tagen. Am Ende kannte ich jede Raststätte der A2 besser als irgendeinen Strand. Heute bleibe ich pro Reise in einer Region, höchstens zwei. Der eine Morgen, an dem ich nichts weiter vorhatte als dieselbe Bucht noch einmal, war der beste des ganzen Urlaubs.
Fazit: so findest du deinen Lieblingsstrand in Portugal
Die schönsten Strände Portugals sind keine einzelne Liste, sondern eine Frage des Typs: Felsbuchten und warmes Wasser findest du an der Algarve, Weite und Wellen an der Costa Vicentina und der Westküste, Ruhe und raue Natur im Norden. Wähle maximal zwei Regionen, reise in der Nebensaison, nutze die Blaue Flagge als Qualitätsanker und halte dich an die lokalen Regeln, dann steht einem entspannten Portugal Strandurlaub nichts im Weg.
Checkliste: deine Strandplanung für Portugal
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Häufige Fragen
Die sicherste Orientierung bieten die offiziellen Auszeichnungen: 2026 tragen 396 portugiesische Strände die Blaue Flagge, und 434 Strände erhielten das Siegel Gold-Qualität (Qualidade de Ouro) für exzellente Wasserqualität, wie The Portugal News im Mai 2026 berichtete. Achte am Strand auf die blaue Fahne und das Qualitätsplakat am Zugang.
Die Kurtaxe ist gemeindeabhängig. In beliebten Orten wie Albufeira und Lagoa zahlst du laut Algarve.nu in der Hochsaison 2026 rund 2 EUR pro Person und Nacht, oft begrenzt auf wenige Nächte pro Aufenthalt. Erkundige dich vor der Buchung bei deiner Unterkunft, ob und wie viel vor Ort fällig wird.
Laute Musik über Lautsprecher ist an portugiesischen Stränden untersagt und kann dich laut Algarve Guide als Einzelperson 200 bis 4.000 EUR kosten. Hinzu kommen je nach Gemeinde Verbote für Zelten, Grillen, Hunde außerhalb ausgewiesener Zonen und das Mitnehmen von Sand oder Muscheln. Die Flaggen am Strand zeigen außerdem die Badesicherheit an.
Für Familien mit Kindern eignen sich die geschützten, flach abfallenden Buchten der Ostalgarve, zum Beispiel rund um Tavira und die Inseln der Ria Formosa. Dort ist das Wasser ruhiger und wärmer als an der Atlantikwestküste, wo die Brandung oft kräftig ist. Strände mit Blauer Flagge bieten zusätzlich Rettungsschwimmer und Infrastruktur.
Surfer finden die besten Bedingungen an der Westküste: die Costa Vicentina mit Spots wie Arrifana und Amado, die Region um Nazaré und Peniche sowie der Praia do Guincho bei Cascais. Rechne mit Wind, kühlerem Wasser und teils kräftigen Strömungen, ein Neoprenanzug ist außerhalb des Hochsommers Pflicht.
Ideal sind Mai und Juni sowie September: Lufttemperaturen um 25 Grad, weniger Besucher als in den Schulferien und meist stabiles Wetter. Das Atlantikwasser bleibt auch im Sommer spürbar kühler als das Mittelmeer, an der Algarve erreicht es im Spätsommer die angenehmsten Werte.
Das hängt von deinem Typ ab: Wer Felsbuchten, Grotten und warmes Wasser sucht, ist an der Algarve zwischen Lagos und der Ostalgarve richtig. Wer Weite, Dünen und Surfwellen mag, fährt an die Costa Vicentina und die Westküste. Der Norden um Viana do Castelo punktet mit rauer, ursprünglicher Küste und wenig Touristen.
Quellen
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell überprüft. Enthaltene Bilder wurden mittels KI generiert. Mehr erfahren